Biographie

Schon bei den Einleitungstakten des ersten Satzes wurde hörbar, was die Jury zur Erstplazierung bewogen hatte. Ein so musikantischer Zugriff und eine so filigrane Linienführung erreichten die Zuhörer emotional noch einmal ganz anders.

Rheinische Post

Stephanie Appelhans wurde im Jahre 1991 in Wickede geboren und erhielt mit fünf Jahren ihren ersten Geigenunterricht. Sie absolvierte von 2006 bis 2010 ein Jungstudium bei Prof. Paraschkevov an der Essener Folkwang-Hochschule und war bis zur Aufnahme des Studiums Stipendiatin der Musikschule Hochsauerlandkreis bei Klaus Esser. Seit Oktober 2010 studierte sie bei Prof. Michael Mücke an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin und war 2014/15 DAAD-Stipendiatin im Rahmen eines Studienjahres an der Guildhall School of Music & Drama in London bei Prof. Stephanie Gonley. Vom Wintersemester 2015 an setzt Stephanie ihre Studien bei Peter Rainer an der Universität der Künste fort.

Beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ erhielt sie mehrere Bundespreise, zum Beispiel 2007 den 1. Preis in der Solowertung für Violine. 2008 wurde ihr der 2. Ferdinand-Trimborn-Förderpreis von der Stadt Ratingen verliehen, 2009 gewann sie den 15. Internationalen Louis Spohr Wettbewerb Kassel und 2010 war sie 1. Preisträgerin des Ferdinand-Trimborn-Preises.
Im Jahr 2012 gewann sie den Kottmann-Förderpreis der Stadt Frankfurt und wurde Stipendiatin der Konrad-Adenauer-Stiftung.

2014 war Stephanie Konzertmeisterin der ORFF-Akademie des Bayrischen Rundfunks (München) und 2014 & 2015 der Jungen Deutschen Philharmonie (Frankfurt). Vielfältige Orchestererfahrung sammelte sie außerdem als Akademistin der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und des Deutschen Symphonie-Orchesters (Berlin).
Sie ist Konzertmeisterin der Westfälischen Kammerphilharmonie Gütersloh und zudem Mitglied des iPalpiti Orchestra of International Laureates (Los Angeles).

Viele wertvolle Impulse erhielt sie bei Meisterkursen mit Thomas Brandis, Carolin Widmann, Heime Müller, Boris Brovtsyn und Pierre Amoyal und bei Kammermusikcoaching mit dem Belcea Quartett, Itamar Golan, Janne Saksala, Fabio Bidini und Kolja Blacher.

Konzertreisen führten Stephanie Appelhans ins europäische Ausland, 2007 beispielsweise nach Schottland, wo sie die Zigeunerweisen von Sarasate unter anderem in Glasgow spielte. Im Mai 2008 folgte ein Auftritt mit Beethovens Violinkonzert bei den „Drüggelter Kunststückchen“ am Möhnesee mit dessen Festivalorchester. In den darauffolgenden Jahren präsentierte sie die Romanze G-Dur von J. Svendsen, Barbers Violinkonzert sowie Mendelssohns Violinkonzerts e-moll. Unter der Leitung von Sir Neville Marinner führte Stephanie die Sinfonia Concertante von B. Martinů 2014 auf einer Tournee der Jungen Deutschen Philharmonie auf. 2015 folgte das zweite Violinkonzert von S. Prokofiev mit der Westfälischen Kammerphilharmonie Gütersloh und 2017 das Violinkonzert von J. Brahms mit dem Universitätsorchester Kassel.